Zu Besuch in der Werkstatt Höflich

Wir sind große Fans der Letterpress-Produkte aus der Werkstatt Höflich, deshalb gibt es auch eine große Auswahl davon bei uns im Shop. Meist holen wir die Karten und Prints auch direkt dort ab und freuen uns jedes Mal, wenn wir in der Münchner Maxvorstadt Werkstattluft schnuppern dürfen. Und immer ist Beate Dietz vor Ort, die mit zusammen mit ihrem Mann Peter die Druckerei betreibt.

Beate widmet sich dort mit großer Leidenschaft dem Drucken mit dem Heidelberger Tiegel oder der Andruckpresse und kennt sich damit so gut aus, dass sie auch Workshops anbietet. Und die Nachfrage ist groß, denn was am Ende dabei herauskommt, ist seit einigen Jahren bei Fans von Drucksachen sehr gefragt. Früher hieß das Verfahren Buchdruck, heute neudeutsch Letterpress.

Individuelle Handschrift und doch typisch letterpress gestalten - ein kleiner Ausschnitt aus dem Sortiment

Bei verschiedenen ihrer Workshops fielen ihr nach und nach Teilnehmerinnen auf, deren Entwürfe sie so interessant fand, dass sie auf die Idee kam, mit ihnen eigene Editionen zu drucken. So entstand das Projekt "letterpress gestalten", das Beate zusammen mit Annelie Gerken, Claudia Lieb, Alisa Wimmer und Ziska Thalhammer gründete und um das sie sich alle gemeinsam kümmern. Das heißt, von der Gestaltung über den Druck bis hin zum Marketing und Versand machen sie alles selbst.

letterpress gestalten: das sind (v.l.) Ziska Thalhammer, Alisa Wimmer, Beate Dietz, Annelie Gerken und Claudia Lieb

Und was ist Letterpress genau?

Letterpress ist eine uralte Druckmethode, es handelt sich nämlich um den Buchdruck, den Johannes Gutenberg vor 600 Jahren entwickelt hat. Der kam aus der Mode, als digitale Drucktechniken es ermöglichten, Papier zu bedrucken, ohne dass auf dem Papier mechanische Spuren, also Prägungen, zurückblieben. Aber genau das ist es, was ihn jetzt wieder so interessant macht: die Möglichkeit, zusammen mit dem Farbauftrag Vertiefungen in das Papier einzubringen. Dadurch entsteht eine dreidimensionale Wirkung mit sehr wertiger Anmutung - besonders wenn so feines Papier verwendet wird, wie hier.

Gedruckt wird in der Werkstatt Höflich mit einem wunderschönen Heidelberger Tiegel oder - größere Formate - einer Andruckpresse.

 

Passt die Farbe so? Der Pantone-Fächer ist die Farb-Bibel der Drucker.

 

Für größere Prints kommt die Andruckpresse zum Einsatz

 

 

Letzter kritischer Blick, bevor die ganze Auflage gedruckt wird

Das Verfahren wirkt sich auch auf die Gestaltung aus: reine Farben ohne Zwischentöne und klare Umrissse. Das limitiert einerseits, ist andererseits aber auch eine Übung, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Dabei können alle das machen, worauf sie Lust haben. Trotz der individuellen Gestaltungs-handschriften ergibt sich doch eine Linie mit hohem Wiedererkennungswert. Dazu trägt auch der charakteristische Farbschnitt bei - nach dem Druck werden leuchtende Farben auf die Kanten der 1 mm dicken Karten aufgebracht.

 

 

Nicht die schönste Arbeit, aber gehört auch dazu: am Ende muss die Andruckpresse saubergemacht werden, damit sie bereit ist für den nächsten Einsatz

Workshops

Wenn ihr selbst ein schönes Motiv designt habt, das ihr gerne eigenhändig drucken möchtet: Beate bietet an Samstagen Workshops an. Weitere Info dazu findet ihr hier: www.werkstatt-hoeflich.de

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